Bei Aledius arbeiten wir jeden Tag mit Daten, Modellen und Algorithmen. Was am Ende zählt, ist aber der Mensch. In diesem Jahr haben wir deshalb eine Initiative unterstützt, die genau das in den Mittelpunkt stellt.
Eine Lücke, die kaum jemand sieht
Hockey-Camps werden in Deutschland in großer Zahl angeboten, von Agenturen, von Vereinen und von Nationalspielern. Wer genauer hinschaut, stellt aber fest, dass es für Kinder mit geistiger Behinderung kaum passende Angebote gibt. Diese Kinder werden selten bewusst ausgeschlossen. Den Trainerinnen und Trainern fehlen jedoch oft die spezifischen pädagogischen und sozialen Kompetenzen. Gleichaltrige sind hockeyerisch meist deutlich weiter. Die Folge ist, dass im Trainingsalltag die sogenannten Special Kids häufig nur mitlaufen, statt wirklich Teil des Spiels zu sein.
Der Deutsche Hockey-Bund will das mit dem Special Hockey Kids Camp ändern. Die Idee ist so einfach wie überzeugend. Kinder mit geistiger Behinderung sollen ein echtes Hockey-Camp erleben, mit angepassten Trainingsstrukturen, qualifizierter Betreuung und der Gewissheit, ernsthaft dazuzugehören.
Drei Tage in Bad Homburg
Vom 11. bis 13. September fand das Camp zum dritten Mal statt, in diesem Jahr beim HC Bad Homburg. Zu Gast waren 20 Special-Hockey-Kids mit ihren Familien. Die Gruppe ist bewusst gemischt. Einige kommen aus klassischen Hockeyfamilien, andere haben über den Special-Bereich überhaupt erst Zugang zum Hockey gefunden.
Für die Kinder bietet das Camp mehr als Training. Sie knüpfen neue Kontakte im Verein und über den Sport und lernen Menschen jenseits von Förderschule und Therapiegruppen kennen. Sie stärken ihre Bewegungs- und Hockeykompetenzen und damit auch ihr Selbstvertrauen. Und sie erleben ein Gemeinschaftsgefühl, das die Organisatoren treffend auf den Punkt bringen: „Wir sind Special Hockey Kids.“
Ein Programm für die ganze Familie
Besonders überzeugt hat uns der ganzheitliche Ansatz. Die Geschwisterkinder bekommen ein eigenes Programm, begleitet von Fachleuten. Sie stehen im Familienalltag oft etwas im Hintergrund, weil die Aufmerksamkeit der Eltern zwangsläufig ungleich verteilt ist. Im Camp erleben sie, dass es anderen genauso geht und dass sie mit ihrer Rolle nicht allein sind.
Auch die Eltern kommen zusammen. Über das Eltern-Netzwerk tauschen sie sich aus, absolvieren einen Elternhockey-Crashkurs und finden über das Hobby ihrer Kinder eine eigene sportliche Zugehörigkeit. Wer weiß, wie herausfordernd der Alltag mit einem Kind mit Behinderung sein kann, versteht, wie wertvoll ein solches Netzwerk ist.




Warum wir uns engagieren
In den vergangenen Jahren wurde das Camp durch eine externe Förderung getragen. In diesem Jahr ist sie leider weggefallen. Damit stand ein Projekt auf der Kippe, das über drei Jahre Vertrauen, Strukturen und Gemeinschaft aufgebaut hat. Wir haben uns daher gefreut, die Initiative mit einer Spende kurzfristig unterstützen zu können.
Unsere Philosophie lautet „Mensch trifft Maschine“. Wir nutzen künstliche Intelligenz, um bessere Entscheidungen zu treffen. Wir wissen aber auch, dass Technologie nie Selbstzweck ist. Teilhabe, Chancengleichheit und Freude am Sport sind Werte, die sich nicht in Kennzahlen ausdrücken lassen. Gerade deshalb halten wir sie für so wichtig.
Machen Sie mit
Initiativen wie das Special Hockey Kids Camp leben davon, dass sich viele beteiligen. Wenn Sie das Camp künftig als Förderer, Sponsor oder mit Ihrem Netzwerk unterstützen möchten, sprechen Sie uns gern an. Wir stellen den Kontakt zu den Verantwortlichen beim Deutschen Hockey-Bund gern her.
Mehr Eindrücke finden SIe unter: 3. Special Hockey Kids Camp in Bad Homburg
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